Montalbera
Montalbera Ruche'
Franco Morando erzählt persönlich.
Die liebe zum Ruché
Wie bereits im Kapitel über den "Roten Prinzen von Monferrato - historische Hinweise" erwähnt, hat jeder der sieben Orte mit der geschützten Herkunftsbezeichnung Ruché DOC seine eigene - wenn auch kleine - Attraktivität von großem Format. Für den leidenschaftlichen Genießer bleibt dabei sicher die Produktionskellerei stets die liebste Entdeckung. Der beste Zeitraum, um mit den Winzern und ihrer Arbeit in Kontakt zu treten, liegt zwischen Ende September und Mitte Oktober. Dies ist nämlich die typische Jahreszeit der Weinlese in Monferrato, wenn die Arbeit eines ganzen Jahres, die Leidenschaften, Mühen und Schwierigkeiten zum edlen Tropfen werden. Der Duft des kochenden Mosts, zu sehen wie die Önologen und Kellermeister mehr denn je zu tun haben, um den soeben in die Kellerei verbrachten Ruché-Trauben ein Höchstmaß an Sorgfalt bei der Verarbeitung zu widmen: Das bedeutet Liebe, Liebe zum Wein. In wenigen frenetischen Tagen fällt die Entscheidung über die Qualität eines Weines und die Zukunft eines Jahrgangs. Mehrmals haben Literatur und Kino versucht, die Emotionen dieser Momente zu vermitteln, jedoch entsprechen derartige Interpretationen niemals ganz der Wirklichkeit. Nur wer den Weinberg lebt und lernt, die Reben zu lieben und zu hassen, kann das ungeheure Ausmaß dieser Arbeit verstehen.

Man muss den klassischen Geruch der Kohlensäure, den die Gärungswannen freisetzen, und die tanzenden Düfte des Weins riechen, um sicher zu sein, dass man sich im "Land des Ruché" befindet, wo jeder Önologe bzw. Kellermeister, wenn die Trauben nach sorgfältiger Analyse ankommen, sicher ist, den wertvollsten Nektar der eigenen Produktion "eingefahren" zu haben. Dann beginnt die typische Weinbereitung, eine Zeit der önologischen Sorgfalt und Hoffnung, die auch zur Manie werden kann, um den besten Ausdruck jedes einzelnen Jahrgangs zu treffen.

Schlüsselwort für den Ruché bleibt meines Erachtens die Reifung in Stahlwannen, auf die für die traditionellen Produktionen die Flaschenveredelung und ein leichter Holzausbau für die wertvollen Auslesen folgt, um sie weicher zu machen und die Tannine leicht zu unterstreichen. Das Konzept der Weinbereitung auf die Theorie des "Fruchtweins" anzuwenden und das, was uns Boden und Weinberg jedes Jahr schenken, nur aufs Beste zu interpretieren, in der Hoffnung, dass die Natur uns immer zur Seite steht und keine Kapriolen schlägt: das ist der ehrgeizige Auftrag, den sich der Weinbereiter stellen sollte.

"Der Traum aller uns vorangegangenen im Weinbau arbeitenden Generationen ist es, aus dem Anbau die bestmögliche Traubenfrucht zu erhalten, sie in Wein zu verwandeln, ohne die von der Natur in der Frucht gebildete Fülle an Geschmack und Aroma zu vergeuden oder zu verfälschen, Wein herzustellen, ohne ein Quäntchen des natürlichen Wertes zu verlieren". (Vorwort von Luca Maroni in: Die guten Praktiken der Herstellung und Aufbewahrung von Weinen - Louis Oudart - I. Veröffentlichung 1877 durch die Königliche Akademie der Landwirtschaft in Turin".)
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