Montalbera
Montalbera Ruche'
Franco Morando erzählt persönlich.
Die servierung
Der Ruché ist, wie schon mehrmals erwähnt, ein Wein von großer Frische und leichter Trinkbarkeit (bei den traditionellen Produktionen), verbunden mit einer guten bis großen Struktur je nach Weinbereitung und zugeordneten Ernten. Historisch veranlasst diese Beschreibung den Verkoster zu der Annahme, es handele sich um einen "sofort fertigen" Wein.

Es empfiehlt sich jedoch, die Flasche im Vorhinein zu öffnen, da die flüchtigen Bestandteile des Bouquets, eingeschlossen in einer fast vollständig sauerstofffreien Umgebung, zur Verströmung Luft benötigen, aber auch schnell verschwinden können. Ein zu frühes Öffnen der Flasche wäre kontraproduktiv; es besteht die Gefahr, dass ein Großteil der typischen Düfte und Nuancen dieses raren autochthonen Weins verloren geht. Etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren ist für die traditionellen Produktionen ausreichend, für die Auslesen hingegen oder bei einem verlängerten Holzausbau würde ich bis zu einer Stunde wagen, besonders wenn es sich um Produktionen aus überreifer Ernte von besonders hohen Hanglagen mit tonhaltigem Kalkboden handelt.

Von der Dekantierung in der Karaffe würde ich abraten, mit Ausnahme der Jahrgänge mit einer Flaschenveredelung von 10 Jahren oder mehr, da es zur Bildung des sogenannten Depots kommen kann, d.h. auf das Eisen zurückführbare Ablagerungen, die oft am Glas der Flasche anhaften. Wie wir wissen, ist die Ablagerung eine natürliche Erscheinung der Verhärtung bestimmter Komponenten und muss daher niemanden erschrecken (dazu kam es vor allem bei den älteren Jahrgängen, heute kommt dies aufgrund der modernen Önologie und der Kältestabilisierung des Weins selten vor). In diesem Fall empfehle ich eine sorgfältige Dekantierung oder die Verwendung der Weinwiege.

Zum Servieren sollten stets großvolumige, bauchige Kelche verwendet werden, sei es in Tulpenform (Piemont-Glas) oder dem internationalen Ballon. Auf jeden Fall muss es die klassische Glockenform mit nach außen gezogenem Rand sein, damit sich das Bouquet auch richtig entfalten kann. Der Ruché hält sich traditionsgemäß auch bei offener Flasche gut. Nach dem Öffnen wird die Flasche gewöhnlich wieder verkorkt und in den darauf folgenden Tagen getrunken, wobei die typischen Eigenschaften des Weins erhalten bleiben. Dies ist auch ein Beweis dafür, dass der Ruché eine gute Beständigkeit gegen Oxidation besitzt.

Die Serviertemperatur ist ein anderes häufig diskutiertes Thema. In der Vergangenheit zog man für Rotweine sehr hohe Temperaturen von 20 - 22 Grad vor, die zu einer regelrechten Explosion des Alkoholgehalts und der fruchtigen Noten führte. Heute empfehle ich niedrigere Temperaturen als früher, auch nur um die 16°. Die sogenannte Umgebungstemperatur von circa 18° kann ein sehr guter Kompromiss sein.
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