Ein unverwechselbarer Wein mit einem rätselhaften Ursprung

Der Ruchè di Castagnole Monferrato DOCG ist ein Wein von unverwechselbarem Charakter; die angenehmen blumigen Düfte von Rose und Veilchen, die fruchtigen Noten der Aprikose sowie der würzige Geschmack, der sich herausentwickelt, machen ihn ohne jedes Zögern im Glas erkennbar.

Der Ursprung dieser faszinierenden Rebsorte ist noch geheimnisumhüllt, so wie auch seine etymologische Herkunft

Ursprung

Eine der Hypothesen ist es, dass er von “San Rocco”, einer Mönchsgemeinschaft, abstammt, die diesem Heiligen mit Treue verbunden war, und die seinen Anbau in diesem Gebiet eingeführt haben soll. Eine andere These besagt, dass der Name von dem piemontesischen Begriff “roche” ,herzuleiten sei, d.h. einem Rebstock, der in den felsigen Gebieten des Monferratos angebaut wurde. Die glaubhafteste These hingegen ist, dass der Ruchè den antiken Rebstöcken von Obersavoyen abstammt. Mit Gewissheit hat diese Sorte jedoch im Monferrato ihre Wahlheimat und ihre qualitativ höchste Ausdrucksform gefunden.

Don Giacomo Cauda und die Jahre der Wiedergeburt

Die Wiedergeburt des Ruchès ist in den siebziger Jahren einem aufgeklärten Pfarrer, Don Giacomo Cauda, zu verdanken, welchem die Wiederentdeckung einer Rebsorte zugesprochen wird, die ihren Untergang riskierte. Denn in der Tat fand Don Cauda bei seiner Ankunft in Castagnole Monferrato Ende der siebziger Jahre als “Pfarrpfründe” 10 Reihen Ruchè-Rebstöcke vor... womit die Geschichte ihren Anfang nahm..

Die neuen Anlagen

Er war von den Eigenschaften dieses Rebstocks verblüfft und begeistert und verliebte sich in die Qualität, die direkt im Weinberg schlichtweg am Rebstock von der Traube zum Ausdruck gebracht wurde. Und hier die Beschreibung aus einer seiner Schriften:

“sie besitzt einen perfekten Korpus und ausgewogene einzigartige Aromen, Geschmäcker und Düfte. Bei mäßigem Genuss befreit sie den Geist und öffnet den Verstand… ”

Don Cauda war entschlossen, die Produktion wiederaufzunehmen und begann, diese Sorte erneut anzubauen und die Weinbauern zu ermutigen. Die Geschichte des Ruchè, so wie wir ihn heute kennen, beginnt ab da. 1987 kam es zur DOC, 2010 zur DOCG, und heute ist der Ruchè auf den einheimischen und internationalen Tafeln für seine einzigartigen und faszinierenden Eigenschaften bekannt und geschätzt, welche ihren Ursprung in jenem außergewöhnlichen Terroir finden, wie es das Monferrato ist.

Die genetische Zusammensetzung des Ruchès

Montalbera glaubt seit jeher in den Ruchè und in dessen Einzigartigkeit.

Aus diesem Grunde hat sich der Betrieb entschlossen, in eine Forschungsarbeit zu investieren, die dazu in der Lage ist, die genetische Zusammensetzung eines Rebstockes von ungewisser Herkunft aufzuzeigen, welcher häufig anderen Sorten gleichgesetzt wird, die in Wirklichkeit äußerst entfernt davon sind, was das Terroir und den Ausdruck betrifft.

Ziel der Arbeit (die vom Labor Bioaesis in Ancona durchgeführt worden ist) war es, die DNA als unsichtbaren Barcode zu verwenden, um den genetischen Herkunftsnachweis des Rebstockes zu bestimmen.

Alle durchgeführten Analysen haben bestätigt, dass der Ruchè eine eigene charakteristische genetische Basis besitzt, welche sich von den übrigen im Database enthaltenen Rebstocksorten unterscheidet.

Die einzige Sorte, die ihm nahe kommt, ist der Pinot Nero, der auf ähnliche Werte zurückgreift.

Autoctono 100%

Die Identität des Ruchès wurde also aufgezeichnet und analysiert, wodurch sich diese Rebart, ohne jeden Zweifel, in das Panorama der autochthonen Sortern einreiht, die im italienischen Weinanbau zum Ausdruck gelangen.

Charakteristiken

Der Ruchè ist eine Rebsorte aus roten Trauben und einer mittelmäßigen Wachstumsentwicklung mit relativer Produktivität. Das Blatt ist mittelgroß bis klein, dreizackig und seltener fünfzackig, von hellgrüner Farbe und glatt. Die Traube ist zylinderförmig bis pyramidenförmig, lang gestreckt und kompakt, und besteht aus mittelgroßen runden Weintrauben von violetter Farbe, mit fester und stark bläulicher Schale. Sie ist nicht tropfend, und die Reifeperiode geht von Ende September bis maximal Anfang Oktober. Sie ist wesentlich früher reif als andere für das Gebiet typische Rebsorten, und in den Endphasen erzielt sie ihre agronomischen Werte innerhalb kürzester Zeit.

Anforderungen an Umwelt und Anbau

Im Produktionsgebiet passt er sich Böden mit unterschiedlichen Eigenschaften gut an, bevorzugt jedoch kalkige bis lehmartige Böden, aus denen er Weine mit einem äußerst intensiven Bouquet und Charakter hervorbringt. Er bevorzugt den kompakten Anbau mit einer hohen bis sehr hohen Anbaudichte (Ausläufer- und Guyot-System). Die am meisten im Gebiet für diesen autochthonen Rebstock verwendeten Unterlagen sind: SO4, Cober und 1103.

Sensibilität gegenüber Krankheiten und Widrigkeiten

Hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Winter- und Frühjahrskälte, mittlere Toleranz gegenüber echtem Mehltau, falschem Mehltau und Fäulnis (saure Fäule und Grauschimmel), optimaler Widerstand gegenüber goldgelber Vergilbung.

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